Die Heuchelei der Politiker und Medien in Bezug auf tote Flüchtlinge

Grosse Betroffenheit zeigte Frank-Walter Steinmeier gestern im Heute Journal gegenüber 70 toten Flüchtlingen. Dabei müssen die Flüchtlinge, die nach Aussagen der Bundesregierung angeblich ein Recht auf Asyl haben, die gefährliche Flucht auf sich nehmen, weil sie nicht das Recht haben, ihre Gesuche auf Asyl von ihrem Heimatland aus, etwa in einer der zahlreichen deutschen Botschaften zu beantragen.

Indirekt führt diese Regelung dazu, dass nur solche Menschen ihr Recht auf Asyl wahrnehmen können, die das Geld haben, die Schlepper zu bezahlen. Ohne die gegenwärtige Gesetzgebung hätten die Schlepper keine Geschäftsgrundlage. Deshalb ist die Regierung auch für die zahlreichen Toten unter den Flüchtlingen verantwortlich.

Die Politiker tun nur so, als ob jeder Mensch das Recht auf Asyl tatsächlich wahrnehmen könnte. In Wirklichkeit wollen die Politiker, egal ob von CDU, CSU oder SPD die Flüchtlingszahl begrenzen, indem die Menschen durch gefährliche und teure Überfahrten daran gehindert werden ihr Recht auf Asyl wahrzunehmen. Merkwürdigerweise stellt kein Journalist, mimt er auch noch so grosse Betroffenheit, die Frage, warum die Flüchtlinge ihr Asylrecht eigentlich nicht von ihrem Heimatland aus wahrnehmen können.

Es gibt nur eine Erklärung für dieses Verhalten. Man scheut die offene Debatte darüber, wie viele Flüchtlinge man eigentlich aufnehmen will und kann.

 

Meine erste Erfahrung mit Airbnb, eine interessante Alternative zu Hotels

ItalienUrskMehr aus der Not geboren, habe ich erste, überraschend positive Erfahrungen mit www.airbnb.de sammeln können. Gerne wollte ich ein paar Tage in Italien in den Gebieten Ligurien und Toskana verbringen, konnte aber nur Unterkünfte meist deutlich über 80 Euro pro Nacht finden.

Zunächst machte mich der Gedanke etwas scheu, im Hause fremder Menschen übernachten zu sollen. Aber ohne die Angebote auf airbnb wäre für mich der Kurzurlaub in Italien angesichts der Preise überhaupt nicht in Frage gekommen. Also lies ich mich darauf ein und buchte eine günstige, dafür aber abgelegene Unterkunft.

Der Gastgeber meldete sich sofort auf eine freundliche und unkomplizierte Art bei mir und gab mir alle erforderlichen Infos. Meine Skepsis begann zu schwinden. Da er ein Deutscher war, der sich in Italien niedergelassen hatte, war die Kommunikation kein Problem. Ich bekam nicht nur eine genaue Beschreibung des Anfahrsweges, sondern auch exakte GPS Daten, sodass ich mir die genaue Lage der Unterkunft gleich auf Google Maps anschauen konnte.

Allerdings hatte ich den Fehler gemacht, nicht auf dem Navigationssystem ausprobiert zu haben, ob dieses auch das entsprechende entsprechende Koordinatenformat annahm. Auf der Fahrt stellt sich heraus, dass dies nicht der Fall war.

So kurvten wir auf immer engeren und abgelegeneren Strassen und waren ziemlich unsicher, ob wir überhaupt einigermassen in der Nähe des richtigen Ortes waren. Schliesslich landeten wir im italientischen Hinterland auf einem Berghügel und in einer Sackgasse. Eine alte Frau war sehr hilfsbereit. Mit dem italienischen Wortschwall der sich über uns ergoss konnten wir allerdings nichts anfangen.

Von meinen Versuche eine Internetverbindung herzustellen hielt meine Reisepartnerin gar nichts. Sie verschwand genervt und zu meiner Überraschung tauchte sie nach zehn Minuten mit einem freundlichen Mann mittleren Alters auf, unserem Vermieter. Und das alles allein mit Hilfe von Englischkenntnissen in der tiefsten italienischen Provinz. Wie ich gehört habe, ist Englisch auf italienischen Schulen nicht obligatorisch, so dass man auch auf jüngere Italiener mit äusserst dürftigen Englischkenntnissen treffen kann.

Wir waren rasch in interessante Gespräche mit unserem Gastgeber vertieft. Die Umgebung war wunderschön, das Haus einfach, doch das Zimmer sah dann überraschend professionell aus. Geschmackvoll eingerichtet, und deutlich schöner als manches Hotelzimmer. Das Zimmer war auf einem eigenen Geschoss und aus den zwei Fenstern hatte man einen traumhaften Ausblick. Das Haus lag fast vollkommen im Grünen mit traumhafter Bergkulisse.

Durch die Gespräche mit meinem Gastgeber gewann wir nicht nur viele neue Erkenntnisse und Anregungen für lohnenswerte Ausflugsziele in der Umgebung. Er teilte nebenbei als in Italien lebender Ausländer auch meine Skepsis des EU-Zentralismus.

Nach einer weiteren Übernachtung, wo sich der Gastgeber zufällig als Schweizer herausstellte, muss ich sagen, dass ich nun von Airbnb überzeugt bin und es gerne weiterempfehle. Es gibt nicht nur die Chance günstiger zu reisen, sondern auch viel interessanter. Denn man erfährt viel mehr über das Reiseland, wenn man in einer privaten Unterkunft unterkommt. Die Bewertungen bei Airbnb für Mieter und Vermieter scheinen auch vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

Wenn Ihnen mein Beitrag gefallen hat, Sie meinen Beitrag unterstützen wollen, melden Sie sich hier bei Airbnb an, ob als Vermieter oder Mieter. Mit der Anmeldung über diesen Link gewinnen erhalten sie ausserdem ein Startguthaben von 25 $:
www.airbnb.ch/c/andrease25?s=8

 

 

Fortsetzung: Spiegel Test-Abo, ein Fall von Abzocke?

In einem vorherigen Beitrag habe ich bereits darüber berichtet, dass das Spiegel-Test-Abo plötzlich teurer abgerechnet wurde, als ursprünglich erwartet.

Ich reklamierte:

spiegel online testabo reklamation 1Und erhielt folgende Antwort:

spiegel online testabo antwort1Dies war natürlich eine interessante Antwort. Lautete die Rechnung doch auf 11.65 Euro. Eigentlich hätte ich als Schweizer Kunde ja eine Abrechnung in Franken erwartet. Dies scheint mir wieder ein typisches Beispiel für die Abzocke von Schweizer Kunden zu sein. Ein kleiner Hinweis für diejeningen, die wenig mit dem Schweizer Markt vertraut sind: die hohen Preise in der Schweiz sind nicht nur durch den Schweizer Handel bedingt, sondern auch durch die Lieferanten, die automatisch zu höheren Preisen in die Schweiz liefern. Auch der Spiegel wollte nach Medienberichten nicht auf einen Preisaufschlag für in der Schweiz wohnhafte Kunden verzichten. Erst nachdem der Grossverteiler COOP den Spiegel für einige Wochen ausgemustert hatte, gab der Spiegel bei den Preisen nach. Mit Rassismus hat der Spiegel bekanntermassen ein grosses Problem, nicht jedoch bei einem Preisrassismus, wenn es um die eigenen Gewinne geht. Schweizer dürfen grundsätzlich mehr bezahlen.

Allerdings gab ich mich nicht geschlagen, und wies den Spiegel unter anderem auf die Gesetzeslage hin:

spiegel online testabo reklamation 2bMein zweites Schreiben zeitigte tatsächlich Erfolg. Ich habe den zuviel gezahlten Betrag inzwischen zurückerstattet bekommen. Ein unangenehmer Nachgeschmack bleibt freilich bestehen. Wenns ums eigene Geschäft geht, werden anscheinend gerne mal moralische Grundsätze über Board geworfen. Auch beim Spiegel.

 

Kauder erfindet neue Staatsform: Merkelokratie

Bekanntlich ist die CDU ja gegen Volksabstimmungen und für die repräsentative Demokratie. Die Volksvertreter sollen im Idealfall so abstimmen, wie sie denken, dass es im Interesse des Volkes sei. Offensichtlich unterstellt die CDU ihren Wählern fehlende Urteilsfähigkeit in Sachfragen.

Nun traut Kauder allerdings auch den Abgeordneten keine ausreichende Urteilsfähigkeit zu. Ein Abgeordneter der bei den sogenannten „Rettungspaketen“ für Griechenland stimme, könne seine parlamentarischen Rechte nur noch eingeschränkt wahrnehmen sagte Kauder sinngemäss.

Offensichtlich versteht die CDU die repräsentative Demokratie so, dass die Abgeordneten nicht den Willen des Wählers, sondern den Willen der Kanzlerin repräsentieren sollen.

Auch die SPD dürfte keine grosse Schwierigkeiten mit einer solchen Staatsform haben. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Thorsten Albig meint ja zugunsten von Merkel auf einen eigenen Kanzlerkandidaten im Namen der SPD verzichten zu können.

Und die Grünen würden ja ohnehin gern fast jede Massnahme der Kanzlerin noch einmal übertrumpfen. Ob es sich um die Aussagen der Kanzlerin geht, der Islam gehöre zu Deutschland, es seien noch mehr Flüchtling aufzunehmen oder das Geld der Steuerzahler sei in die Nachberländer zu überweisen. Zu  keiner dieser Aussagen kann die Kanzlerin bessere Claquere finden als in der Opposition bei den Grünen.

Und selbst den Linken fehlt der Mut, zu den Vorhaben der Kanzlerin konsequent nein zu sagen.

Kauder sollte doch die von der CDU und auch den anderen Parteien gewünschte neue Staatsform einfach Merkelokratie nennen. Und als Staatsreligion schreibt man den Euro fest.