Noch ein Witz: Gäste bei Jauch

—-Achtung, ist noch ein bisschen Satire—-

Nach seiner Talkshow trifft sich Jauch noch mit den Dreien als Vertreter des Guten ausgewählten Gäste Altmeier, Grönemeier und Jogeschwar in einem fünf Sterne Restaurant an einem Fensterplatz.

Die vorher in der Sendung noch anwesende Sozialdezernentin hat aus finanziellen Gründen abgesagt, während der als Vertreter des „Bösen“ eingeladene Professor nicht eingeladen wurde, weil ihm anders als die übrigen Gäste, weder eine Nähe zur SPD noch zur CDU oder den Grünen nachgesagt werden kann und damit die Gefahr einer rechtsradikalen Gesinnung nicht auszuschliessen ist.

Altmaier gibt im Namen der Kanzlerin eine Flasche Champagner für die gelungene und fast unwidersprochene Regierungspropaganda aus. Nach dem Essen kommt draussen ein Flüchtling vorbei. Es beginnt die Diskussion, ob man ihm etwas spenden solle. Altmaier, winkte sofort ab. Wegen des im Grundgesetz verbürgten Gleichbehandlungsgrundsatzes könne er nicht einem Flüchtling etwas geben und den anderen nicht. Und es wären ja bald schon eine Million Flüchtlinge da, das würde auch seine finanziellen Möglichkeiten als Kanzleramtsminister übersteigen. Jauch muss rasch telefonieren, um bei seiner Produktionsfirma nachzufragen, ob die ARD die Spende übernehmen würde.

Grönemeier telefoniert ebenfalls. Er fragt seinen Steuerberater, ob eine Spende an einen Flüchtling in Deutschland in England von der Steuer absetzbar wäre. Jogeschwar verständigt sich währenddessen mit dem Flüchtling per Zeichensprache. Er erklärt den anderen, wenn er die Zeichen des Flüchtlings richtig verstanden habe, dann habe der Flüchtling einen Professorentitel und könnte deshalb schon morgen eine gutdotierte Stelle bekommen. Jauch meint, im Notfall, wenn dies nicht der Fall wäre, wären sicher viele ARD-Kollegen daran interessiert, den Professor als Fachkraft ein gut dotiertes Interview geben zu lassen. Altmaier setzt hinzu, dass auch in der Bundesregierung ein extremer Fachkräftemangel herrsche.

Inzwischen ist der Flüchtling verschwunden. Aber alle haben nun ein gutes Gewissen, da sie sicher sind, dass dem Flüchtling eine glänzende Zukunft bevorsteht. Als der Ober mit der Rechnung kommt, steht eine kreideweisse, ausgemerkelte Gestalt vor dem Fenster.

Jauch sagt zum Ober: „Der Zuschauer gezahlt.“

—-Achtung, ist noch ein bisschen Satire—-