Brexit: Ein Vorschlag für eine leidenschaftliche und ehrliche Rede der Kanzlerin vor dem Bundestag

Bei Spiegel-Online wurde beklagt, dass Angela Merkel eine Rede ohne Leidenschaft gehalten hätte. Hier mein Vorschlag*:

Auch wenn einige in der EU ihren Gürtel ohne die Beiträge der britischen Steuerzahler enger schnallen müssen. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass die Politiker und Beamten in Brüssel weiterhin in Saus und Braus leben dürfen und ihren Untertanen und Finanziers Vorschriften machen können. Staubsaugerverordnung, Gurkenkrümmungsverordnung Glühbirnenverbot. Das ist das von dem die Menschen träumen. Das ist der europäische Traum.

Wir finden es toll, dass es nicht nur im öffentlich-rechtlichem Rundfunk, den Unternehmen im Eigentum des Bundes sondern auch im Ausland noch lukrative Posten für Politiker gibt, die der Karriere anderer Politker im Wege stehen könnten. Dass es manchmal wichtig ist, einen abgehalfterten Politiker ins Ausland abschieben zu können, sah man am Fall Roland Koch, der in der EU wahrscheinlich weniger Schaden hätte anrichten können als bei Hochtief.

Macht sich Herr Öttinger in Brüssel nicht glänzend. Ein Unionspolitiker, wie er im Buche steht. Er ist wie ich ein erklärter Experte im Neuland und die europäische Union hat für ihn sofort einen passenden Posten gefunden, wo für Ihn wirklich alles Neuland ist.

Auch finden wir die europäische Idee mit weniger Mitbestimmung der Bürger und dafür umso mehr Beteiligung der Lobbyisten ein Regierungsmodell, für das sich die CDU auch in Deutschland begeistern könnte. Zwar haben wir im Bundestag nicht ganz so paradiesische Zustände wie in Brüssel, aber Volksabstimmungen haben wir bis jetzt verhindern können. Wir in der Union können allerdings Stolz darauf sein, schon am besten die Brüsseler Verhältnisse erreicht zu haben: in keiner anderen Fraktion gehen so viele Lobbyisten ein und aus, wie in der Unionsfraktion. Mit aller Demagogie werden wir gegen jene Kräfte kämpfen, die für eine so lobbyismusfeindliche Verfassung eintreten. Zum Glück sind die Völker, die direkt über die Politik bestimmen können, nicht oder nicht mehr in der EU. Schweizer und Briten mit ihren direkten Volksabstimmungen sind viel zu unbequem. Da besteht die Gefahr, dass man in Brüssel nicht mehr so reibungslos Steuergelder verprassen kann.

Und ja dafür stehe ich: nicht nur Bankvorstände in Deutschland, wie etwa die Commerzbank sollen weiterhin Millionengagen mit freundlicher Unterstützung des Steuerzahlers bekommen können. Mit der Vernetzung durch die EU ist es auch möglich, das gleiche Rechte auch für zypriotische, griechische und spanische Banker gelten. Italien und sind Frankreich auch bald so weit. Wir finden es wichtig und gerecht, dass die deutschen Steuerzahler und Sparer auf für die Misswirtschaft in diesen Ländern zahlen müssen. Die  Hypo-Real Estate war einfach zu klein, um den Staatshaushalt nachhaltig zu zerrütten. Es kann nicht sein, dass die Deutschen den von Ihnen erarbeiteten Wohlstand alleine genießen können. Da muss umverteilt werden. Dies gilt nach dem Austritt der Briten mehr den je. Denn wenn der deutsche Steuerzahler nicht gemolken werden kann, bricht möglicherweise wieder ein Krieg aus. Deshalb sollten alle Steuerzahler froh sein, für das Friedensprojekt arbeiten zu dürfen.

Wie meine Verteidigungsministerin richtig erkannt hat: von einer fehlenden Staubsaugerverordnung ist es nicht weit zu den Gräben von Verdun.

Nicht zu vergessen müssen unsere Freunde in den Konzernvorständen die Möglichkeit haben, Gewinne von einem Land in das andere zu schieben. Deshalb habe ich mich ja auch für Jean-Claude Junker als Kommissionschef eingesetzt. Er ist ein ausgewiesener und erfahrener Fachmann auf diesem Gebiet.

Das jetzt die Londoner-City nicht mehr die Fäden in der Finanzwirtschaft der EU ziehen kann ist ein bedauerlicher Unfall. Ich bin zuversichtlich, dass Herr Junker mögliche Nachteile für die Konzerne rasch beheben wird. Zum Glück haben wir ja noch Luxemburg.

*Ich habe versucht Spiegel-Online einen Vorschlag für eine ehrliche und leidenschaftliche Rede zu machen.. Leider schien das nicht die Leidenschaft gewesen zu sein, die sich die Redaktion von Spiegel-Online vorgestellt hat. Daher ist mein Beitrag der Zensur anheim gefallen.

Hier der Artikel von Spiegel-Online:

http://www.spiegel.de/forum/politik/merkels-regierungserklaerung-brexit-on-the-rocks-thread-479669-1.html

Ein Gedanke zu “Brexit: Ein Vorschlag für eine leidenschaftliche und ehrliche Rede der Kanzlerin vor dem Bundestag

  1. Schade, dass der Vorschlag abgelehnt wurde. Er spiegelt die aktuelle Situation am ehrlichsten wieder, was sich natürlich kein Politiker jemals eingestehen würde.

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