Schweizkritik: Kapital geht über Kultur, Versorgungssicherheit und Umweltschutz

fragezeichenWarum sollten die Schweizer nicht bestimmen sollen, wie viele Menschen aus anderen Kulturen in die Schweiz kommen dürfen?

Spiegel-Online bezeichnet die Schweiz als Land der Angst. (http://www.spiegel.de/politik/ausland/schweiz-stimmt-gegen-masseneinwanderung-analyse-a-952409.html) Sehr zweifelhaft, ob der Autor David Nauer das Land mit dem wohl höchsten Ausländeranteil in Europa wirklich kennt, geschweige denn überhaupt einmal besucht hat. Sicherlich hat er nie erlebt, wie die Züge zu den Stosszeiten schon als Doppelstockwagen mit der grösstmöglichen Länge an vielen Ort bis zum letzten Platz besetzt sind. Weicht man in den Ballungsräumen auf das Auto aus, befindet man sich garantiert im Stau.

Nicht möglich ist es an vielen Orten, mit einem normalen Lohn noch eine Wohnung nah am Arbeitsplatz zu mieten. Die Wohnungen sind zu teuer. Viele sind auf das Pendeln angewiesen.

Warum sollen die Schweizer nicht selbst entscheiden können, ob sie in einem komplett zugebauten Land wohnen wollen? Schon heute wäre das Land in einer Krise nicht überlebensfähig. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen sind viel zu gering. Die Schweiz ist auf die Lebensmittelzufuhr von aussen angewiesen.

Warum sollten die Schweizer nicht entscheiden können, ob sie ihre kulturelle Eigenart und ihre Mundart behalten wollen oder nicht?

Und warum ist es in Europa nicht möglich, die Arbeitsplätze dort zu schaffen, wo die Menschen leben.

Der Kapitalismus verlangt grenzenlose Mobilität. Die entwurzelten Menschen müssen zwischen ihrem Arbeitsplatz und ihrer alten Heimat pendeln. Gigantische Verkehrsströme werden erzeugt.

Eine nachhaltige Entwicklung in Europa wäre viel weniger durch Glühbirnenverbote und limitierte Staubsaugerleistungen zu erreichen, sondern viel mehr durch eine nachhaltige Entwicklung der Regionen und eine Versorgung vor Ort.

Für die Posaunen des Kapitalismus aber, sind solche Erwägungen fremd.

 

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