Fall Hoeness: Kaum moralische Schuld!

Landauf, landab wird behauptet, Hoeness tauge nun nicht mehr als moralische Instanz. Dabei zeigt gerade der Fall Hoeness, die nicht immer vermeidliche Diskrepanz zwischen angewandtem Recht und moralischen Grundsätzen.

In einzelnen Jahren hatte Hoeness Gewinne gemacht und diese nicht versteuert. Laut Focusbericht hat Hoeness aber über mehrere Jahre hinweg betrachtet fast keinen Gewinn gemacht. Trotzdem hält der Staat die Hand auf. Gerecht ist es nicht, dass sich der Staat nur an den Gewinnen, aber nicht in gleicher Weise an den Verlusten beteiligt. Möglicherweise war auch genau diese Ungerechtigkeit der Grund, warum Hoeness seine Geschäfte in der Schweiz gemacht hat.

Eigentlich ist die Gesetzeslage ungerecht. Entweder sollten bei Geschäften über mehrere Jahre hinweg die Gewinne mit den Verlusten verechnet werden können. Oder die Gewinne sollten erst dann besteuert werden, wenn sie tatsächlich dem Depot entzogen werden.

Wenn jetzt Hoeness ins Gefägnis muss, dann wegen fiktiven Gewinnen, die gar nicht wirklich erzielt wurden.

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