Russland und der Westen: Auge um Auge, Zahn um Zahn

Der Westen meint, es sich klug ausgedacht haben. Drei verschieden scharfe Sanktionsstufen passend zur Einflussnahme Putins in der Ukraine. Dabei wurde und wird wenig Rücksicht genommen auf den autokratischen Charakter der russischen Regierung. Wer nur einigermassen Kenntnis von Putin und von Russland hat, kann nun nicht überrascht sein. In Bezug auf diejenigen, die Sanktionen rechtfertigen, wie etwa Frau von der Leyen könnte man meinen, dass sie noch nie auf eine Landkarte geschaut haben und noch nie in einem russischen Geschichtsbuch gelesen haben.

Man muss sich fragen, welche Berater Frau Merkel eigentlich hat.

Warum sollte sich das immer noch weltgrösste Land, das zugleich eine gefestigte autokratische Herrschaftsstruktur hat, von einem Zwerg wie Europa beeindrucken lassen? Dazu kommt, dass Russland eine ähnliche Struktur und Interessenlage wie das bevölkerungsreichste Land der Erde hat. Gerade zusammen mit China kann Russland eine vollkommene Autarkie von der übrigen Welt entfalten.

Zugleich macht der Westen den Fehler, zu meinen dass fast ausschliesslich ökonomische Faktoren in jeder Gesellschaftsform die politische Wirklichkeit bestimmen.

Putins Macht kann nur von Innen heraus gebrochen werden. Eine solche Situation ist im Moment in weitester Ferne. Wenn überhaupt dann könnten Putin tausende von wütenden Müttern von gefallenen Soldaten gefährlich werden.

Warum Frau Merkel ohne Hoffnung auf einen nennenswerten Effekt Sanktionen verhängt, die der Wirtschaft beträchtlichen Schaden zufügen, bleibt offen. Der Wunsch der USA, dürfte eine wesentliche Rolle spielen. Zudem ist es die Frage, warum die Vertreterin einer christlichen Partei, das Prinzip Auge um Auge und Zahn und Zahn anwendet, was eine zwangsläuge Eskalation bedeutet.

Leider deckt sich meine Einschätzung im August mit meiner Einschätzung aus dem April:

http://www.weltundzeit.de/?p=340

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