Die CDU und die Vertagung von Problemen

Merkel hat Griechenland geholfen, auch weil gerade Wahlen anstanden. Man hat Zypern geholfen, weil man einen weiteren Zusammenbruch vermeiden wollte. Und zwischendurch stieg man aus der Atomkraft aus, in die man gerade wieder eingestiegen war, weil die Grünen sich zu einem Höhenflug aufschwangen. Die Kraftwerkbetreiber kündigen Klagen an, die eingegangenen Bürgschaften hängen wie Damoklesschwerter. Man spricht nicht drüber und spürt sie doch. Verblüffend ähnlich reagiert man auch auf den drohenden politischen Niedergang. Man ahnt, dass es für die CDU nicht gut ausgehen kann, wenn sich sehr wahrscheinlich die AfD politisch etabliert.  Die CDU und die SPD sind dann aneinander gekettet und einem Prozess stetiger Erosion ausgesetzt. Kanzlerin Merkel hat die CDU in eine Sackgasse geführt, aus der sie nicht mehr herauskommt. Denn mit einer Umkehr im Sinne von AfD-Forderungen fallen die selbst aufgehängten Damoklesschwerter. Weil Merkel intelligent genug ist, um die Sackgasse nicht zu übersehen, heisst die Devise weiter so. Die CDU kann nur noch auf die Fehler ihrer Gegner zu hoffen. Das Ende der FDP deutet ein Ende eines rein am Opportunismus orientierten Politikstiles an. Auch die CDU wird dies höchstwahrscheinlich noch erfahren müssen.  Für die Geschwindigkeit ihres Niedergangs dürfte auch die Wirtschaftsentwicklung eine wichtige Rolle spielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.