Gefahren von IP-Kameras, Wanscam ist „Wahnscam“

Eigentlich sollen IP-Kameras vor Gefahren schützen. Allerdings sind sie sie, wie ich selbst erfahren musste häufig selbst eine Gefahr, womöglich eine grössere Gefahr, als die Gefahren, die sie eigentlich abwenden sollen. Nachdem ich mich mit Hilfe meiner bei Amazon gekaufte IP-Kamera Marke „Wanscam“ von Unterwegs aus immer wieder beruhigen konnte, dass niemand im Haus ist, der da nicht sein sollte und auch sonst alles in Ordnung war, begann ich zu beobachten, dass die Kamera Eigenleben entwickelte und sich mehrfach von sich aus zu bewegen begann.

Nach Recherchen stellte ich fest, dass die Kameras in Europa leicht Heimweh haben und von sich aus mit irgendwelchen Servern in China und anderswo Kontakt aufnehmen. Das ist aber noch nicht genug. Über die Unix-Kommandozeile konnte ich mich mit telnet und nachfolgender IP-Adresse in das Betriebssystem der Kamera einloggen. Das Passwort ist ein im Internet bekanntes Standardpasswort: Benutzernahme root und die Zahlen 123456. Danach sollte es für Hacker eine Kleinigkeit sein, die Kamera für die eigenen Zwecke umzuprogrammieren und das Heimnetzwerk zu infiltrieren.

Wer sich also vor ungebetenen Besuchern mit einer IP-Kamera schützen will, sollte sich dessen bewusst sein, dass er ebensolche damit unter Umständen erst ins Haus holt. Besonders dann, wenn es sich um ein China-Produkt handelt, womöglich noch Name „Wanscam“.

Die Frage dürfte bleiben, welche IP-Kamera nicht originär aus China kommt.

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