Fortsetzung: Spiegel Test-Abo, ein Fall von Abzocke?

In einem vorherigen Beitrag habe ich bereits darüber berichtet, dass das Spiegel-Test-Abo plötzlich teurer abgerechnet wurde, als ursprünglich erwartet.

Ich reklamierte:

spiegel online testabo reklamation 1Und erhielt folgende Antwort:

spiegel online testabo antwort1Dies war natürlich eine interessante Antwort. Lautete die Rechnung doch auf 11.65 Euro. Eigentlich hätte ich als Schweizer Kunde ja eine Abrechnung in Franken erwartet. Dies scheint mir wieder ein typisches Beispiel für die Abzocke von Schweizer Kunden zu sein. Ein kleiner Hinweis für diejeningen, die wenig mit dem Schweizer Markt vertraut sind: die hohen Preise in der Schweiz sind nicht nur durch den Schweizer Handel bedingt, sondern auch durch die Lieferanten, die automatisch zu höheren Preisen in die Schweiz liefern. Auch der Spiegel wollte nach Medienberichten nicht auf einen Preisaufschlag für in der Schweiz wohnhafte Kunden verzichten. Erst nachdem der Grossverteiler COOP den Spiegel für einige Wochen ausgemustert hatte, gab der Spiegel bei den Preisen nach. Mit Rassismus hat der Spiegel bekanntermassen ein grosses Problem, nicht jedoch bei einem Preisrassismus, wenn es um die eigenen Gewinne geht. Schweizer dürfen grundsätzlich mehr bezahlen.

Allerdings gab ich mich nicht geschlagen, und wies den Spiegel unter anderem auf die Gesetzeslage hin:

spiegel online testabo reklamation 2bMein zweites Schreiben zeitigte tatsächlich Erfolg. Ich habe den zuviel gezahlten Betrag inzwischen zurückerstattet bekommen. Ein unangenehmer Nachgeschmack bleibt freilich bestehen. Wenns ums eigene Geschäft geht, werden anscheinend gerne mal moralische Grundsätze über Board geworfen. Auch beim Spiegel.

 

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