Deutscher beantragt in der Schweiz unerkannt Asyl

Heute wird bei einem schweizer Radiosender in den Nachrichten an erster Stelle berichtet, dass ein Deutscher unerkannt in der Schweiz einen Antrag auf Asyl beantragen konnte.

Der Bericht ist ausgesprochen interessant und in voller Länge im Internet abrufbar. Der deutsche Journalist mit pakistanischen Wurzeln kritisiert, dass Asylanten von Sicherheitsbeamten geschlagen würden und, dass es kein Gebetsraum gebe, wo die Flüchtlinge fünf mal am Tag beten könnten. Desweiteren kritisiert der Journalist, dass unterschiedliche Nationalitäten in den Flüchtlingsheimen gemeinsam untergebracht seien. Dies würde zu vermehrten Gewalttätigkeiten führen.

Ausserdem berichtet er, dass Asylanten zum Teil mehrfach Anträge auf Asyl stellten und er Asylanten kennen gelernt habe, die Verbindungen zum Drogenmilieu und zu Terrororganisationen hätten.

Da ich selbst schon ein Flüchtlingsheim in der Schweiz von Innen gesehen habe, möchte ich an dieser Stelle ergänzen, dass ich glaube, dass die Schweiz im Regelfall sehr gut mit Flüchtlingen umgeht, und erhebliche Mittel investiert, um den Flüchtlingen eine rasche Integration zu ermöglichen. Ich glaube auch nicht, dass ein Flüchtling, der sich ordentlich verhält, schlecht behandelt wird.

Meine punktuelle Beobachtung eines Schweizer Flüchtlingsheims hat ergeben, dass die Flüchtlinge sehr höflich behandelt werden. Es geht sehr geordnet zu. Massenschlägerein, wie sie in Deutschland regelmässig stattfinden halte ich für undenkbar. Da sich die Medien in der Schweiz im Unterschied zu Deutschland sich in ihrer Berichterstattung nicht durch einen selbstauferlegten Maulkorb (Pressekodex) einschränken, kann davon ausgegangen werden, dass es noch nie Massenschlägereien in einem Flüchtlingsheim in der Schweiz gab.

Ich halte es für richtig, dass den Flüchtlingen, die aus anderen Kulturen kommen, Regeln aufgezeigt werden. Wer das Schweizer Rechtssystem kennt, weiss, dass dieses von Willkür geprägt sein kann. Gleichzeitig haben die Schweizer aber einen grossen Pragmatismus mit dem viele Probleme effektiver gelöst werden können.

Die Schweiz schiebt Flüchtlinge schneller ab. Diejenigen die dort bleiben können, erfahren jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine wesentlich bessere Betreuung als dies in Deutschland der Fall ist. Anders als in Deutschland ist die Aussage wir „Wir schaffen das“ nicht nur eine Fiktion. Die Schweizer packen, so weit ich das Beurteilen kann, auch wirklich an. Und tun viel mehr dafür, dass sich die Flüchtlinge auch wirklich integrieren können.

Quelle:

http://dok.sonntagszeitung.ch/2016/asylheim/

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